Fragen Sie einen E-Commerce-Shop-Betreiber nach seiner SEO-Strategie, und Sie werden von Keywords, Meta-Tags und Backlinks hören. Selten wird jemand interne Verlinkung erwähnen — dabei ist sie eine der mächtigsten und völlig kostenlosen Möglichkeiten, Ihre Suchrankings zu verbessern und den durchschnittlichen Bestellwert zu steigern.

Was ist interne Verlinkung und warum ist sie wichtig?

Interne Links sind Hyperlinks, die eine Seite Ihrer Website mit einer anderen Seite derselben Website verbinden. Wenn Google Ihren Shop crawlt, folgt es diesen Links, um Ihre Inhalte zu entdecken und zu verstehen. Je effektiver Ihre Seiten untereinander verlinkt sind, desto besser versteht Google Ihre Seitenstruktur und desto mehr Autorität fließt zu Ihren wichtigen Seiten.

Für PrestaShop-Shops bedeutet dies Verlinkung zwischen:

  • Produktseiten und verwandten Produkten.
  • Kategorieseiten und Unterkategorien.
  • Blog-Beiträgen und relevanten Produktseiten.
  • Produktbeschreibungen und Kategorie-Landingpages.

Die SEO-Vorteile sind erheblich

Interne Verlinkung beeinflusst direkt drei kritische SEO-Faktoren:

1. Crawlbarkeit: Google hat ein begrenztes Crawl-Budget für jede Website. Interne Links stellen sicher, dass Ihre wichtigsten Seiten — Ihre Geldseiten — entdeckt und indexiert werden. Eine Produktseite ohne interne Links ist für Suchmaschinen praktisch unsichtbar.

2. Autoritätsverteilung: Link-Equity (manchmal Link Juice genannt) fließt durch interne Links. Ihre Startseite hat typischerweise die meiste Autorität. Indem Sie von Ihrer Startseite zu Kategorieseiten und von Kategorieseiten zu Produkten verlinken, verteilen Sie diese Autorität dorthin, wo sie am wichtigsten ist.

3. Relevanzsignale: Der Ankertext interner Links sagt Google, worum es auf der Zielseite geht. Wenn Sie mit beschreibendem Text wie „PrestaShop SEO Sitemap Modul" statt „hier klicken" auf eine Produktseite verlinken, stärken Sie die Relevanz der Seite für diese Keywords.

Strategien für interne Verlinkung in PrestaShop

1. Produktbeschreibungen bereichern

Die meisten Produktbeschreibungen sind isolierte Inhaltsinseln. Sie beschreiben das Produkt, verlinken aber nie auf etwas anderes. Beheben Sie dies, indem Sie natürlich Links zu verwandten Produkten, der übergeordneten Kategorie, Größenführern oder Vergleichsseiten einweben. Jeder Link dient einem doppelten Zweck: dem Kunden zu helfen, mehr Informationen zu finden, und Google zu helfen, Ihre Seitenstruktur zu verstehen.

2. Kategoriebeschreibungen nutzen

Kategorieseiten in PrestaShop haben oft nur eine kurze Beschreibung oben und nichts weiter. Das ist verschwendeter Platz. Fügen Sie eine reichhaltige Beschreibung hinzu, die auf Unterkategorien, vorgestellte Produkte, Kaufratgeber und Blog-Beiträge verlinkt. Eine Kategorieseite mit 300-500 Wörtern nützlichem Inhalt und 5-10 internen Links wird eine leere deutlich übertreffen.

3. Verwandte Produkte cross-verlinken

Wenn ein Kunde ein bestimmtes Modul ansieht, zeigen Sie ihm verwandte oder ergänzende Module. Das ist nicht nur gute UX — es erstellt ein Netz interner Links, dem Google folgt und das es belohnt.

4. Blog-zu-Produkt-Pipeline

Jeder Blog-Beitrag sollte auf mindestens eine relevante Produkt- oder Kategorieseite verlinken. Der Artikel, den Sie gerade lesen, verbindet sich beispielsweise natürlich mit Tools, die interne Verlinkung automatisieren. Dies schafft einen Content-Funnel: Besucher entdecken Ihren Blog über die Suche, lesen nützliche Inhalte und folgen internen Links zu Ihren Produkten.

Interne Verlinkung automatisieren

Manuell interne Links zu Hunderten oder Tausenden von Produktbeschreibungen hinzuzufügen, ist nicht praktikabel. Hier kommt die Automatisierung ins Spiel. Tools, die Ihre Inhalte scannen und automatisch kontextbezogene Links basierend auf Keywords erstellen, sparen Stunden Arbeit und gewährleisten gleichzeitig eine konsistente Abdeckung über Ihren gesamten Katalog.

Der Schlüssel ist Balance — zu wenige Links und Sie verpassen SEO-Chancen; zu viele und die Seite wirkt spammig. Eine gute Faustregel sind 2-5 interne Links pro Produktbeschreibung und 5-10 pro Blog-Beitrag oder Kategoriebeschreibung.

Erste Schritte

Beginnen Sie damit, Ihre aktuelle interne Verlinkungsstruktur zu prüfen. Verwenden Sie die Google Search Console, um zu überprüfen, welche Seiten die wenigsten internen Links haben — das sind Ihre verwaisten Seiten. Priorisieren Sie dann die Verlinkung zu Ihren wertvollsten Produkten und Kategorien. Schon wenige Stunden strategischer interner Verlinkungsarbeit können innerhalb von Wochen messbare Ranking-Verbesserungen bewirken.

Tags: SEO
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David Miller

David Miller

Über ein Jahrzehnt praktische PrestaShop-Expertise. David entwickelt leistungsstarke E-Commerce-Module mit Fokus auf SEO, Checkout-Optimierung und Shop-Management. Leidenschaft für sauberen Code...

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